Dienstag, 30.11.2021 09:55 Uhr

Zeit verstehen in der Uhren Weltstadt

Verantwortlicher Autor: Stephan Zurfluh Zürich, 21.06.2021, 11:33 Uhr
Presse-Ressort von: Reisezeit Bericht 5321x gelesen
Treppenhäuser in La Chaux de Fonds
Treppenhäuser in La Chaux de Fonds  Bild: Stephan Zurfluh

Zürich [ENA] La Chaux de Fonds entwickelte sich vor drei Jahrhunderten zum weltweiten Zentrum der Uhrenindustrie. Die Stadt richtete sich für die Uhrenfertigung aus und ist Weltkulturerbe der Unesco. Bei einer Führung zeigen sich Anpassung und Erfolg als Mittelpunkt der Uhrenindustrie.

Die Tourismusverantwortlichen bieten Workshops, um die Uhrenherstellung zu verstehen, ja sogar eine eigene Uhr wird zusammengesetzt. Die Stadt beherbergt ein grosses Uhrenmuseum. Die Beherrschung der Zeit hat Macht verliehen. Deswegen hat der Adel und das reiche Bürgertum Uhren gekauft, vor allem Taschenuhren. Die Reformation hat den Menschen angespornt, seine Zeit besser zu managen. Auf protestantischen Kirchtürmen prangern Uhren. La Chaux de Fonds kannte Religionsfreiheit und keine Militärpflicht. Ein Brand ebnete die Gelegenheit zum Neuaufbau. Die Bürger engagierten sich für Produktion und Vertrieb. La Chaux de Fonds beherbergt heute das Schweizer Ausbildungszentrum der Uhrenindustrie für Handwerk, Design und Handel.

Der Stadtführer Rudolf zeigt ein Atelier wo Flüchtlinge die Uhrmacherkunst üben. Er öffnet Türen und gewährt Einblicke in reich verzierte Treppenhäuser. Die italienischen Bauarbeiter schufen Stuckaturen und schöne Malereien. So fühlten sich die Uhrmacher in den grosszügigen Häusern wohl und konnte reiche Gäste empfangen. La Chaux de Fonds kennt viel Licht, wenig Schatten. Die Häuser wurden nach einem einheitlichen Schema gebaut, am Hang, breite Strassen und Vorgärten. In den Wohnungen befanden sich die Werkstätten, die Frauen arbeiteten mit.

Quarzwerk und Uhrenwerk
Uhrmacherhandwerk
Wandbild, das Zeit beschreibt

Die Uhrenproduktion benötigt viel Geschick. Der Schweiz gelingt es, hochpreisige Uhren zu fertigen und zu vermarkten. Die grosse Krise vor 50 Jahren ist überstanden: Dank des Marketings von Swatch für Schweizer Uhren und der gemeinsamen Entwicklung von hochwertigen Uhrwerken. Beides untermauerte die Qualität von Schweizer Uhren. In La Chaux de Fonds zeugt ein grosses Uhrenmuseum von der Geschichte der Uhrenkunst. Die ersten grossen Zeitmesser für Päpste sind genauso ausgestellt, wie die Atomuhr.

Der Besucher kann in La Chaux de Fonds das Uhrenhandwerk spüren. Im Atelier Le Garde Temps werden Uhrwerke sorgsam zerlegt und wieder zusammengebaut. Viel Geduld ist dafür nötig. In einen anderen Workshop fertigen die Teilnehmer eine eigene Uhr. Eine solche Uhr wird immer an die Uhrenreise erinnern. Bei einer Übernachtung im Neuenburger Jura bekommen die Gäste ein “Neuchâtel Tourist Card” mit kostenlosen öffentlichen Verkehr und freien Eintritt in alle Museen. Im Jura ist Uhrmacherkunst zuhause, Tourismus Neuchâtel bietet gute Angebote.

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