Mittwoch, 28.07.2021 12:38 Uhr

Ein Wolf geht shoppen

Verantwortlicher Autor: Stephan Zurfluh Zürich, 16.07.2021, 21:43 Uhr
Presse-Ressort von: Reisezeit Bericht 1058x gelesen
Wölfe in Deutschland haben Lebensrecht
Wölfe in Deutschland haben Lebensrecht  Bild: Pixabay, Christel Sagniez

Zürich [ENA] Ein Wolf spaziert durch Nordhorn. Doch er schaut,  dass er wieder zurück ins Revier findet. Was will er in der Stadt? Solange die Leute keine Wölfe füttern, ist das Auftreten eines Jungtiers die Ausnahme. Daher Achtung mit Essensresten! Denn die Füchse habe sich bereits domiziliert.

Bei Wölfen kochen die Emotionen. Sie reissen auch Schafe, Kälber oder greifen sogar Pferde an. Landwirte fürchten den Wolf. Lösung: Zäune anlegen, diese 20 cm eingraben,  Herdenschutzhunde. Der Aufwand ist immens, Naturschützer sehen die Sache zu einfach. Herdenschutzhunde sind teuer und benötigen eine lange Einweisung. Die Schaf- und Rinderherden an der Nordseeküste halten die Grasnarben intakt und schützen die Deiche. Wandert der Wolf an die Küste haben wir ein Problem, meint der Wolfschützer Reinhard Gosejakob aus Nordhorn, Risse sind sehr wahrscheinlich und dann müssen wir die Wölfe "entnehmen", wie abschiessen genannt wird.

Die Nordhorner Wölfe leben im 1000 Hektar grossen Schiessplatz der Bundeswehr und halten sich vom Menschen fern. Das ein Wolf auf "Shopping Tour" geht, ist selten. Sie fühlen sich im Rudel wohl. Nur müssen junge Rüden nach zwei Jahren das Rudel verlassen. Ein Nebeneinander von Mensch und Natur muss möglich sein. Der Wolf als Teil der Schöpfung hat ein Lebensrecht. Für das Miteinander gibt es Hunde. Als Wildtier braucht der Wolf seinen vom Menschen ungestörten Lebensraum.

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